Anke Mendoza

Intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung)

Die intravenöse Infusion von reinem medizinischen Sauerstoff- „Oxyvenierung“- wurde in den 1950er-Jahren von Dr. med. H.S. Regelsberger in jahrzehntelanger Praxis und Forschung zu einer sicheren, nebenwirkungsarmen und praxisgerechten Therapiemethode entwickelt.

Das Verfahren wird dem Bereich der Erfahrungsheilkunde zugerechnet, das wissenschaftlich von der Schulmedizin nicht anerkannt wird.
Die Heil- und Anwendungshinweise leiten sich aus Beobachtung und Erfahrung ab.

Das Einbringen von kleinen Sauerstoffbläschen (1-2 mi/min) regt dem Organismus zur Bildung gefäßerweiternden und entzündungshemmenden Botenstoffen an.

Durch die ca. 8-fach verstärkte Bildung des durchblutungsfördernden Hormons Prostacyclin kommt es zu einer starken Gefäßerweiterung im gesamten Körper. Ferner wird die Thrombozytenaggregation (Verklumpung der Blutplättchen) gehemmt.

Ein weiterer Wirkungsmechanismus entsteht durch die Entwicklung einer “Eosinophilie”.

Die eosinophilen Granulozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen) sind in der Lage einen Stoff aus der Arachidonsäurekaskade zu bilden, welcher die Leukotriensynthese blockiert. Dadurch kommt es zu einer stark antientzündlichen Wirkung.

 

Subjektive und allgemeine Wirkungen:

  • messbare Verlängerung der Gehstrecke
  • Regulation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • rasche Ödemausschwemmung
  • antientzündliche Wirkung
  • verbesserte Schlaflänge- und tiefe
  • deutliche Stimmungsaufhellung
  • Stärkung der Widerstandskraft gegenüber Infektionen

 

Anwendungsgebiete:

  • Arterielle Durchblutungsstörungen (Periphere arterielle Verschlusskrankheit)
  • Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwüre)
  • Störungen des Lymphflusses
  • Allergisch-entzündliche Erkrankungen
  • Heuschnupfen und Asthma
  • Neurodermitis
  • Trockene Makuladegeneration
  • Hörsturz
  • Erschöpfungszuständen und Burn-out

 
Intravenoese Sauerstofftherapie

Die Oxyvenierung erfolgt im Liegen, sie ist praxisgerecht und einfach in der Durchführung. Die durch intravenöse Sauerstoffzufuhr bewirkte Verbesserung oder Heilung ist lang anhaltend.

Die Behandlungsweise ist weitgehend sicher. Dennoch, wie bei jeder effektiven Therapie, können auch unerwünschte Wirkungen auftreten. Selten treten ein Druckgefühl hinter der Brust, Hustenreiz, Müdigkeit, Harnflut, Kopfdruck oder Gesichtsröte auf. Extrem selten kann es zur Aktivierung von Herden kommen.

 

Kontraindikationen:

Akute Erkrankungen:

  • Myokardinfarkt
  • Schlaganfall
  • fieberhafte Infektionen
  • Lungenentzündung
  • Status asthmaticus
  • Vorhof- und Kammerseptumdefekte
  • Feuchte Makuladegeneration

 

Relative Kontraindikationen:

  • Lungenembolie
  • inhalierendes Tabakrauchen
  • offenes Foramen ovale

 

Was ist vor der Therapie zu beachten?

„Prostaglandinsynthesehemmer“ wie Indometazin, Ibuprofen, Diclofenac oder Actylsalicylsäure (ASS-über 100 mg) hemmen die positive Wirkung der Oxyvenierungstherapie.

Glucocorticoide (Kortison über 15 mg) können den Wirkmechanismus der Oxyvenierung negativ beeinflussen.

 

Das Verfahren:

Das Einbringen von medizinischem Sauerstoff geschieht auf intravenösem Wege. Reiner Sauerstoff wird langsam und exakt dosiert (1-2ml/min), in geringen Mengen (10-50ml) verabreicht und über einen längeren Zeitraum (2-4 Wochen) durchgeführt.

Nach ende der Oxyvenierung ist eine Liegezeit con ca. 30 Minuten einzuhalten.

Während dieser Zeit hat sich der Sauerstoff im Blut weitgehend aufgelöst.

 

Kombination der Oxyvenierung mit anderen Therapieverfahren:

Die Oxyvenierung ist bestens geeignet, mit anderen Therapieverfahren kombiniert zu werden, u.a. im Zusammenhang mit der intravenösen Laserblutbestrahlung zur Energetisierung, Stoffwechseloptimierung, Immunstärkung und erfolgreicher Behandlung vielfältiger Therapieresistenter Erkrankungen.

 

 

weitere Infos:

http://www.oxyven.de/
https://dr-wiechert.com/