Intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung nach Regelsberger)
Die Oxyvenierung nach Regelsberger, auch intravenöse Sauerstofftherapie genannt, ist ein Verfahren der komplementären und naturheilkundlichen Medizin. Dabei wird medizinischer Sauerstoff in sehr kleinen, kontrollierten Mengen über einen venösen Zugang in den Blutkreislauf eingebracht.
Die Methode wurde in den 1950er-Jahren von Dr. med. H. S. Regelsberger entwickelt und wird seitdem insbesondere im Bereich der Erfahrungsmedizin angewendet.
Im Unterschied zur herkömmlichen Sauerstofftherapie, bei der Sauerstoff beispielsweise über eine Nasenbrille eingeatmet wird, erfolgt die Sauerstoffzufuhr bei der Oxyvenierung direkt über eine Vene.
Was ist Oxyvenierung nach Regelsberger?
Bei der Oxyvenierung nach Regelsberger wird medizinischer Sauerstoff langsam und dosiert über einen venösen Zugang verabreicht. Dabei gelangen kleine Sauerstoffmengen in das venöse Blut.
Nach dem Konzept der Oxyvenierung nach Regelsberger soll dieser Reiz bestimmte körpereigene Regulationsprozesse beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Gefäßregulation und entzündungsbezogene Prozesse.
Die Oxyvenierung nach Regelsberger wird deshalb von ihren Anwendern vor allem als unterstützende und regulierende Behandlung bei länger bestehenden Beschwerden eingesetzt.
Wichtig ist: Die Oxyvenierung nach Regelsberger ist von der medizinisch etablierten Sauerstofftherapie zur Behandlung einer Sauerstoffunterversorgung zu unterscheiden. Für eine Sauerstofftherapie gelten je nach Erkrankung und Situation klare medizinische Indikationen und Sicherheitsanforderungen.
Wie läuft eine Oxyvenierung nach Regelsberger ab?
Die Behandlung erfolgt in der Regel im Liegen.
Über einen sterilen venösen Zugang wird medizinischer Sauerstoff mit einer kontrollierten, sehr niedrigen Flussrate in das venöse Blut eingebracht. Die Sauerstoffzufuhr erfolgt langsam und über einen definierten Zeitraum.
Eine Behandlung dauert einschließlich der anschließenden Ruhephase etwa 30 bis 60 Minuten, abhängig vom individuellen Behandlungsprotokoll.
Nach der Sauerstoffzufuhr ist eine Ruhe- und Beobachtungszeit vorgesehen. Die genaue Anzahl und Häufigkeit der Behandlungen werden individuell festgelegt.
Welche Wirkungen werden bei der Oxyvenierung nach Regelsberger beschrieben?
Im Rahmen der Oxyvenierung nach Regelsberger werden verschiedene biologische und physiologische Effekte diskutiert. Dazu gehören insbesondere mögliche Einflüsse auf:
- die Gefäßregulation
- die lokale und systemische Durchblutung
- entzündungsbezogene Prozesse
- bestimmte körpereigene Regulationsmechanismen
Die Oxyvenierung nach Regelsberger wird daher in der komplementären Medizin insbesondere bei länger bestehenden Beschwerden eingesetzt.
Die wissenschaftliche Bewertung der Methode ist jedoch von der etablierten medizinischen Sauerstofftherapie zu unterscheiden. Eine allgemein anerkannte Wirksamkeit der Oxyvenierung nach Regelsberger für die Behandlung verschiedener Erkrankungen ist nicht mit der Evidenz etablierter medizinischer Sauerstofftherapien gleichzusetzen.
Mögliche Anwendungsbereiche
In der naturheilkundlichen und komplementärmedizinischen Praxis wird die Oxyvenierung nach Regelsberger unter anderem begleitend eingesetzt bei:
- chronischen Durchblutungsbeschwerden
- länger bestehenden entzündlichen Beschwerden
- bestimmten Gefäß- und Regulationsstörungen
- chronischen Schmerzsyndromen
- Erschöpfungs- und Schwächezuständen
- ausgewählten allergischen Beschwerden
- Beschwerden des Bewegungsapparates
Ob eine Oxyvenierung nach Regelsberger im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, der Krankengeschichte und möglichen Gegenanzeigen ab.
Bei Erkrankungen wie Asthma, peripheren Durchblutungsstörungen, Hauterkrankungen oder neurologischen Beschwerden sollte die Oxyvenierung nach Regelsberger ausschließlich als ergänzendes Verfahren verstanden werden und eine notwendige ärztliche Behandlung nicht ersetzen.
Oxyvenierung nach Regelsberger bei Durchblutungsbeschwerden
Ein Schwerpunkt der Anwendung liegt auf Beschwerden, bei denen eine Unterstützung der Gefäßregulation und Durchblutung angestrebt wird.
Dazu gehören beispielsweise bestimmte chronische Durchblutungsbeschwerden. Bei einer diagnostizierten arteriellen Durchblutungsstörung ist eine fachärztliche Abklärung und Behandlung besonders wichtig. Die Oxyvenierung nach Regelsberger kann eine solche Therapie nicht ersetzen.
Oxyvenierung nach Regelsberger bei chronischen Beschwerden und Erschöpfung
Bei länger bestehenden Beschwerden kann die Oxyvenierung nach Regelsberger im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes eingesetzt werden.
Dabei werden die individuellen Beschwerden und die persönliche gesundheitliche Situation berücksichtigt. Je nach Behandlungsziel kann die Oxyvenierung nach Regelsberger mit anderen komplementären Verfahren kombiniert werden.
Mögliche Begleiterscheinungen
Auch wenn die Oxyvenierung nach Regelsberger üblicherweise gut vertragen wird, können unerwünschte Reaktionen auftreten.
Mögliche Begleiterscheinungen können beispielsweise sein:
- vorübergehende Müdigkeit
- Hustenreiz
- Kopfdruck oder Kopfschmerzen
- Wärme- oder Druckgefühl
- vorübergehende Gesichtsrötung
- vermehrter Harndrang
Da es sich um eine intravenöse Behandlung handelt, bestehen zusätzlich die allgemeinen Risiken eines venösen Zugangs. Deshalb sollte die Behandlung fachgerecht, hygienisch und unter geeigneten medizinischen Sicherheitsbedingungen durchgeführt werden.
Wann ist eine Oxyvenierung nach Regelsberger nicht geeignet?
Nicht jede Person ist für eine intravenöse Sauerstofftherapie geeignet. Vor der Behandlung müssen insbesondere bestehende Erkrankungen, Medikamente und mögliche Risikofaktoren berücksichtigt werden.
Bei akuten oder schweren Erkrankungen ist zunächst eine ärztliche Diagnostik und gegebenenfalls eine entsprechende medizinische Behandlung erforderlich.
Eine individuelle Prüfung möglicher Gegenanzeigen erfolgt daher vor Beginn der Behandlung.
Kombination mit anderen Therapieverfahren
Die Oxyvenierung nach Regelsberger kann im Rahmen eines individuellen Behandlungskonzeptes mit anderen komplementären Verfahren kombiniert werden.
In unserer Praxis kann beispielsweise eine Kombination mit folgenden Verfahren in Betracht kommen:
- Akupunktur
- Laserakupunktur
- Low-Level-Lasertherapie
- intravenöser Lasertherapie
- Moxibustion
- Schröpfen
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von den individuellen Beschwerden und dem jeweiligen Behandlungsziel ab.
Häufige Fragen zur Oxyvenierung nach Regelsberger
Was ist der Unterschied zwischen Oxyvenierung nach Regelsberger und normaler Sauerstofftherapie?
Bei der klassischen Sauerstofftherapie wird Sauerstoff in der Regel über die Atemwege zugeführt. Bei der Oxyvenierung nach Regelsberger wird medizinischer Sauerstoff dagegen in kleinen Mengen über einen venösen Zugang direkt in den Blutkreislauf eingebracht.
Ist die Oxyvenierung nach Regelsberger schmerzhaft?
Die eigentliche Sauerstoffzufuhr wird normalerweise nicht als schmerzhaft empfunden. Das Einlegen des venösen Zugangs kann sich ähnlich wie eine Blutabnahme oder Infusion anfühlen.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Eine Behandlung einschließlich der anschließenden Ruhephase dauert je nach individuellem Behandlungsprotokoll ungefähr 30 bis 60 Minuten.
Wie viele Behandlungen sind erforderlich?
Die Anzahl der Behandlungen ist individuell und hängt unter anderem von den Beschwerden und dem persönlichen Therapieziel ab. Ein konkreter Behandlungsplan wird im persönlichen Gespräch festgelegt.
Oxyvenierung nach Regelsberger in unserer Praxis
Die intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung nach Regelsberger) ist ein komplementärmedizinisches Verfahren, das einen gezielten Reiz über die kontrollierte intravenöse Gabe von medizinischem Sauerstoff setzt.
Wenn Sie sich für die Oxyvenierung nach Regelsberger interessieren, besprechen wir zunächst Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und mögliche Risiken. Anschließend können wir gemeinsam beurteilen, ob dieses Verfahren als ergänzende Behandlung für Sie infrage kommt.
Wichtiger Hinweis: Die Oxyvenierung nach Regelsberger gehört zur komplementären bzw. Erfahrungsmedizin. Sie ersetzt keine notwendige ärztliche Untersuchung oder medizinisch erforderliche Behandlung. Insbesondere bei akuten, starken oder unklaren Beschwerden sowie bei schweren Herz-, Lungen- oder Gefäßerkrankungen ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

