Anke Mendoza

Akupunktur (TCM)

Akupunktur ist eine ganzheitliche Therapiemethode. Das heißt, nicht die lokale Krankheit, sondern der kranke Mensch mit seinen gestörten Regelmechanismen wird behandelt.

Die Reizung von Akupunkturpunkten ist vermutlich die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch die physikalische Beeinflussung an anatomisch genau definierten Punkten können Störungen beseitigt oder gelindert werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf die Akupunkturpunkte einzuwirken. Je nach der individuellen Indikation werden dafür u. a. Nadeln, Laserstrahlen, Wärme oder Druck eingesetzt.

Akupunkturverfahren:

Die bekannteste Nadeltherapie ist die Körperakupunktur. Sie lässt sich auf einige tausend Jahre zurückverfolgen. Durch das Vordringen anderer Akupunkturmethoden, vor allem der Ohr- und Schädelakupunktur, hat sich das Anwendungsgebiet dieses wertvollen Heilverfahrens deutlich erweitert.

Die Ohrakupunktur, vor mehr als 50 Jahren von dem französischen Arzt Dr. Paul Nogier entdeckt und entwickelt, hat ihre „klassischen“ Einsatzgebiete in der Schmerz- und Suchttherapie. Sie stellt jedoch auch in vielen anderen Fällen eine gute Ergänzung oder Alternative zur Körperakupunktur dar.

Die Schädelakupunktur, ein junges Akupunkturverfahren, wird u. a. gerne in der Behandlung von Lähmungen, Sprachstörungen und zerebralen Krankheiten eingesetzt.

Indikationen:

Die Indikationsliste für die Akupunkturtherapie ist umfassend. Sie wird besonders empfohlen bei der Behandlung von:

  • Neurologischen Erkrankungen (Kopfschmerzen, Migräne, Facialisparese, Neuralgien, Trigeminusneuralgie, Schmerzen nach Gürtelrose)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Muskeln, Fibromyalgie, rheumatische Schmerzen, Wirbelsäulebeschwerden)
  • Erkrankungen des Atmungssystems (Asthma, Allergien, Pseudokrupp)
  • HNO- Erkrankungen (Heuschnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen)
  • Hauterkrankungen (Akne, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis)
  • Magen-/ Darmerkrankungen (Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Magen- und Zwolffingerdarmgeschwüren, Lebererkrankungen)
  • Erkrankungen des Harn- und Genitalbereiches (Bettnässen, Reizblase, Regelbeschwerden, Fruchtbarkeitsstörungen, Schwangerschaftsbeschwerden)
  • Psychischen Erkrankungen (Depressive Verstimmungen, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Psychosomatische Erkrankungen, Suchtbehandlung: Alkohol, Nikotin)
  • Zahn-/ Mund- und Kiefererkrankungen (Geschmacksstörungen, Herpes, Aphten, Kiefergelenksbeschwerden, Zahnschmerzen)